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Lead Magnet: 13 Ideen für Dienstleisterinnen

Wenn du nach „Lead Magnet erstellen“ suchst, landest du bei Anleitungen für Firmen mit Marketingabteilung: Whitepaper, Webinar-Reihen, Branchenstudien. Nichts davon wirst du an einem Nachmittag bauen, und nichts davon passt zu einem Solo-Business, das von persönlicher Arbeit lebt.

Diese Liste ist anders. 13 Ideen für Dienstleisterinnen, sortiert nach Aufwand – von „heute Nachmittag fertig“ bis „eine Woche Arbeit“. Bei jeder steht, für wen sie passt und was du dafür brauchst.

Wie du aus der Idee dann ein fertiges Freebie machst – Problem, Format, Auslieferung, Anschluss – habe ich in Freebie erstellen, für das sich Menschen wirklich eintragen beschrieben. Hier geht es um die Idee davor.

Was ist ein Lead Magnet?

Ein Lead Magnet ist ein kostenloses Angebot, das Interessentinnen dazu bringt, dir ihre E-Mail-Adresse zu geben. „Lead“ ist das Marketingwort für einen Kontakt, der noch keine Kundin ist. „Magnet“, weil das Angebot diese Kontakte anzieht.

Im deutschen Solo-Business sagt man meist Freebie oder 0-Euro-Produkt – es ist dasselbe. Der Begriff Lead Magnet kommt aus dem Firmen-Marketing, und dort steht er oft für große Formate: Studien, Whitepaper, Webinare. Für dich gilt: Der Lead Magnet ist deine erste Arbeitsprobe. Er soll zeigen, wie du denkst und arbeitest – nicht, wie viel du weißt.

Woran du einen guten Lead Magneten erkennst

An drei Fragen, die du mit Ja beantworten kannst: Löst er ein konkretes Problem? Ist er in 15 Minuten nutzbar? Führt er zu deinem Angebot?

Alle 13 Ideen unten bestehen diesen Test – wenn du sie eng genug fasst. „Checkliste: Newsletter starten“ ist zu breit. „Checkliste: 9 Dinge, die vor dem ersten Versand geprüft sein müssen“ ist richtig. Der Unterschied ist kein Detail, er entscheidet darüber, ob sich jemand einträgt.

13 Ideen, nach Aufwand sortiert

Die ersten fünf sind an einem Nachmittag fertig. Die mittleren brauchen ein, zwei Tage. Die letzten sind ein Wochenprojekt – und lohnen sich erst, wenn du weißt, was deine Leserinnen wollen.

An einem Nachmittag fertig

  1. Die Checkliste. 7 bis 12 Punkte, die vor einem bestimmten Schritt geprüft sein müssen. Passt für alle, die Abläufe begleiten – Steuerberatung, Technik, Gründung, Umzug. Brauchst du: Word oder Canva, eine Stunde.
  2. Der Fragenkatalog. Die 10 Fragen, die jemand sich selbst oder einer Anbieterin stellen sollte, bevor sie eine Entscheidung trifft. Passt für Beraterinnen jeder Art – wer die richtigen Fragen stellt, wirkt kompetent, ohne zu belehren.
  3. Die Vorlage zum Ausfüllen. Ein Dokument mit Lücken: Wochenplan, Briefvorlage, Angebotsstruktur, Gesprächsleitfaden. Passt für alle, deren Kundinnen etwas Konkretes produzieren müssen. Mein eigenes Freebie, der Redaktionsplan, ist genau das.
  4. Der Spickzettel. Eine Seite, die man neben den Bildschirm legt: Tastenkürzel, Fachbegriffe übersetzt, Formeln, Fristen. Passt für alles mit Technik oder Verwaltung. Kleinstes Format, hohe Nutzung.
  5. Die Fehlerliste. „Die 7 Fehler, die ich bei jeder zweiten Kundin sehe.“ Passt für alle mit Erfahrung – du hast die Liste im Kopf, sie muss nur aufs Papier. Wirkt stärker als jeder Tipp, weil sie zeigt, dass du die Praxis kennst.

Ein bis zwei Tage Arbeit

  1. Der Selbsttest. 10 bis 15 Fragen mit Punkten und drei Auswertungsstufen: „Du stehst am Anfang“, „Du bist auf dem Weg“, „Du brauchst nur noch Feinschliff“. Passt für Coaches und Beraterinnen, weil die Auswertung direkt zum Gespräch führt. Als PDF zum Ankreuzen reicht völlig.
  2. Die Rechentabelle. Eine Excel-Datei, in die man eigene Zahlen einträgt und ein Ergebnis bekommt: Stundensatz, Zeitaufwand, Kosten einer Entscheidung. Passt für alle, deren Kundinnen eine Rechnung brauchen, um sich zu entscheiden.
  3. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung. Ein Ablauf in 5 bis 8 Schritten mit Bildern, für genau eine Aufgabe: ein Formular einbinden, ein Konto einrichten, einen Antrag stellen. Passt für alles Technische. Wichtig: eine Aufgabe, nicht das ganze Thema.
  4. Die Vergleichstabelle. Drei bis fünf Optionen nebeneinander, ehrlich bewertet – Tools, Rechtsformen, Methoden. Passt für Beraterinnen, die Entscheidungen begleiten. Der Wert liegt in deiner Bewertung, nicht in der Tabelle.
  5. Das Musterdokument. Ein fertiges Beispiel zum Abschauen: ein Anschreiben, eine Fußzeile, ein Angebot, eine Willkommensmail. Passt für alle, bei denen Kundinnen „einfach mal sehen wollen, wie das aussehen soll“.

Ein Wochenprojekt

  1. Die E-Mail-Serie. Fünf Mails an fünf Tagen, jede mit einem kleinen Schritt. Passt für Themen, die Zeit brauchen – Gewohnheiten, Aufbau, Umstellung. Der große Vorteil: Deine Leserin ist fünf Tage lang in Kontakt mit dir, nicht einmal. Läuft als Automation im Newsletter-Tool.
  2. Das Fallbeispiel. Eine echte Zusammenarbeit von Anfang bis Ende erzählt, anonymisiert, mit Zahlen: Ausgangslage, was gemacht wurde, was dabei herauskam. Passt für alle mit höherpreisigen Angeboten, bei denen Vertrauen vor dem Kauf entsteht.
  3. Das aufgezeichnete Kurzvideo. 15 bis 20 Minuten, in denen du eine Sache zeigst oder erklärst. Passt, wenn deine Kundinnen dich als Person kaufen – Coaching, Training, Begleitung. Am besten erst, wenn du eines der kleinen Formate schon hast und weißt, welches Thema gefragt ist.

Welche Idee passt zu deinem Angebot?

Die, die deiner Kundin den Schritt vor deinem Angebot abnimmt. Nicht das Angebot selbst im Kleinformat – der Schritt davor.

  • Du richtest etwas ein? Dann ist der Lead Magnet die Checkliste, mit der man prüft, ob man bereit dafür ist.
  • Du berätst? Dann ist er der Selbsttest oder der Fragenkatalog, der zeigt, wo jemand steht.
  • Du begleitest über längere Zeit? Dann ist er das Fallbeispiel oder die E-Mail-Serie – etwas, das Zeit mit dir schenkt.
  • Du erstellst Dinge für andere? Dann ist er die Vorlage oder das Musterdokument – die Arbeitsprobe, die zeigt, wie es bei dir aussieht.

Wenn du unsicher bist: Nimm die Frage, die dir im Erstgespräch am häufigsten gestellt wird, und wähl das Format aus der Liste, das sie am direktesten beantwortet.

Wie du den Erfolg misst

An zwei Zahlen: Wie viele der Besucherinnen deiner Anmeldeseite tragen sich ein? Und wie viele davon sind nach drei Monaten noch da?

  • Eintragungsquote. Von 100 Menschen, die deine Anmeldeseite sehen, tragen sich bei einem guten Lead Magneten 20 bis 40 ein. Liegst du unter 10, ist das Problem zu allgemein oder das Versprechen zu vage – nicht das Format.
  • Bleibequote. Wer sich nur wegen des Geschenks eingetragen hat, meldet sich nach der ersten oder zweiten Mail wieder ab. Bleiben nach drei Monaten weniger als 80 Prozent, zieht dein Lead Magnet die Falschen an – oder deine Willkommensmails halten nicht, was er versprochen hat.

Beide Zahlen zeigt dir dein Newsletter-Tool. Welche sonst noch wichtig sind, steht in Newsletter-Kennzahlen: welche Zahlen wirklich zählen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Eine Business-Coachin hatte ein E-Book: 34 Seiten, „Dein Weg in die Selbstständigkeit“, ein Jahr Arbeit, wunderschön gesetzt. Eintragungsquote auf der Anmeldeseite: 6 Prozent. Und von denen, die es holten, öffneten laut ihrem Tool zwei Drittel die nächste Mail nicht mehr.

Wir haben das E-Book nicht weggeworfen. Wir haben aus dem dritten Kapitel eine Seite gemacht: „Der Selbsttest: Bist du bereit für die Selbstständigkeit? 12 Fragen, 3 Ergebnisse.“ Ein Nachmittag Arbeit, weil der Inhalt ja schon da war.

Eintragungsquote nach dem Tausch: 31 Prozent. Und der Selbsttest endet bei allen drei Ergebnissen mit einem Satz dazu, was der nächste Schritt wäre – bei einem davon ist es ihr Kennenlerngespräch. Das E-Book gibt es immer noch. Es bekommt jetzt, wer die dritte Willkommensmail liest.

Fazit

Der beste Lead Magnet ist nicht der größte, sondern der, der den Schritt vor deinem Angebot abnimmt – in 15 Minuten nutzbar, an einem Nachmittag gebaut.

Fang mit einem der fünf kleinen Formate an. Miss die Eintragungsquote. Und bau das Wochenprojekt erst, wenn dir deine Liste gesagt hat, wofür es sich lohnt.

Häufige Fragen zum Lead Magneten

Was ist ein Lead Magnet?
Ein kostenloses Angebot – Checkliste, Vorlage, Selbsttest, Anleitung –, das Interessentinnen dazu bringt, dir ihre E-Mail-Adresse zu geben. „Lead“ ist das Marketingwort für einen Kontakt, der noch keine Kundin ist. Im deutschen Solo-Business heißt dasselbe meist Freebie oder 0-Euro-Produkt.

Was ist der Unterschied zwischen Lead Magnet und Freebie?
Keiner in der Sache. „Lead Magnet“ kommt aus dem Firmen-Marketing und meint dort oft große Formate wie Whitepaper oder Webinare. „Freebie“ ist das Wort im deutschen Solo-Business für dasselbe Prinzip – meist kleiner und persönlicher. Für dich zählt nur: Löst es ein konkretes Problem und führt es zu deinem Angebot?

Wie viele Lead Magneten brauche ich?
Einen guten. Erst wenn der läuft und du an der Eintragungsquote siehst, dass er funktioniert, lohnt ein zweiter – für ein anderes Thema oder eine andere Gruppe deiner Zielgruppe. Drei halbfertige Freebies nebeneinander sind schlechter als eines, das gepflegt wird.

Wie erkenne ich, ob mein Lead Magnet funktioniert?
An der Eintragungsquote deiner Anmeldeseite – 20 bis 40 Prozent sind gut, unter 10 Prozent heißt: Problem zu allgemein oder Versprechen zu vage. Und an der Bleibequote: Sind nach drei Monaten noch über 80 Prozent der Neuen in der Liste, zieht er die Richtigen an.

Du weißt jetzt, welche Idee zu deinem Angebot passt – aber nicht, wie daraus Anmeldeseite, Formular und automatische Auslieferung werden?

In einem kostenlosen Kennenlerngespräch gehen wir deine Idee durch, und ich sage dir, was technisch dafür nötig ist und was ich dir davon abnehmen kann.

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Deine Manuela

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