Mein ungewöhnlicher Weg in die Selbstständigkeit

8. Apr 2021 | 2 Kommentare

  • Spielst du mit dem Gedanken, dich selbstständig zu machen?
  • Sagt dir dein Umfeld, dass du zu alt für ein eigenes Business bist?
  • Glaubst du, du bist nicht qualifiziert genug?
  • Hast du viele ❓❓❓ und weißt nicht, wie du dich entscheiden sollst?

Dann schau dir mal meine Geschichte an.

Ich möchte dich einladen, mit mir gemeinsam, auf die Reise in meine Vergangenheit zu gehen. Diese Reise soll dir zeigen und dir Mut machen, ein eigenes Business zu gründen, natürlich nur, wenn du es wirklich willst.

2010 habe ich mich im Alter von 47 Jahren selbstständig gemacht und du kannst das auch!

Schon in der Grundschule hatte ich immer großen Spaß am Schreiben, Lesen und Rechnen. Mein Wunsch war, einen Beruf im Büro – am liebsten Sekretärin – zu erlernen.

Obwohl ich, laut meinen Lehrern, zu mehr fähig gewesen wäre, ließen mir meine Eltern die freie Wahl, auf welche Schule ich nach der Grundschule gehen wollte. Natürlich habe ich mich für die Schule entschieden, auf die meine ganzen Freundinnen gegangen sind, auch wenn es nur die Hauptschule gewesen war.

Heute würde ich allen Jugendlichen empfehlen, wenn möglich, weiter zur Schule zu gehen und das Abitur zu machen.  

Aber ich bin stolz, meinen Weg gegangen zu sein.

Vielleicht wäre ich einem anderen Beruf gefolgt, vielleicht hätte ich studiert, wenn ich auf die Realschule oder auf das Gymnasium gegangen wäre, aber wie heißt es so schön „hätte – hätte – Fahrradkette😊“

Die Aufnahmeprüfung für die 10. Klasse hatte ich zwar abgelegt, jedoch entschied ich seinerzeit, direkt nach der 9. Klasse, meine Ausbildung zu beginnen.

Heute muss ich darüber schmunzeln, aber ich war früher wirklich schon heiß auf die Arbeit im Büro. So schloss ich die Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation, fast erwartungsgemäß 😊, mit super Noten ab.

Wusstest du, dass man damals 18 Jahre alt sein musste, um die Ausbildung zur geprüften Sekretärin zu beginnen? Das heißt, ich musste zu jener Zeit tatsächlich noch 2 Jahre warten, um mir meinen Wunsch, Sekretärin zu werden, zu erfüllen, denn ich war ja erst 16.

Auch damals war ich schon für alles offen und an allem interessiert. Meine Eltern hatten mich immer gefragt, ob ich denn alles wissen und können müsste, also ein „Tausendsassa“ sein. Heute bezeichnet man solche Menschen wie mich als „Scanner“. So bildete ich mich ständig weiter, z.B. zur Fremdsprachenkorrespondentin in Englisch und lernte 1 Jahr Französisch. Das ich sprachbegabt bin, würde ich nicht gerade behaupten, aber es hat trotzdem Spaß gemacht und wer weiß, in welchem schönen Land ich vielleicht irgendwann lande, wenn die Rentenzeit gekommen ist.

In der heutigen Zeit kaum zu glauben, war ich nur in 3 Firmen angestellt.

32 Jahre habe ich, inkl. meiner Ausbildung, Vollzeit im Büro gearbeitet. Während dieser Zeit gab es schöne und weniger schöne Tage. Die letzten 3-5 Jahre waren weniger schön, die letzte Firma, in der ich beschäftigt war, wurde zweimal verkauft und am Ende hatte ich zwei Chefs, die als Sanierer eingesetzt wurden.

Glaub mir, ich hatte die Schnauze sowas von gestrichen voll.

Es gab nur zwei Wege. Entweder ich bleibe – und mache weiter so – oder ich gehe. Weitere Möglichkeiten gab es nicht, das hatte ich auch immer zu meinen Kolleginnen gesagt, wenn sie ebenfalls genervt waren.

Gesagt, getan, bewarb ich mich in anderen Unternehmen. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass ich in meinem Alter überhaupt noch zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden würde. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich viel zu teuer bin!

Doch was soll ich dir sagen – ich hatte Glück im Unglück – es kam alles anders.

Nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit erfuhr ich von meiner direkten Vorgesetzten, dass mir gekündigt werden sollte. Es verging keine Woche und da hielt ich sie in den Händen – meine Änderungskündigung. In dieser stand, entweder ich lasse mich (offiziell) versetzen und mache (inoffiziell) meinen jetzigen Job weiter oder ich verlasse das Unternehmen mit einer Abfindung.

Einerseits fühlte ich mich innerlich schwer enttäuscht und verletzt😢. Ich hatte immer loyal hinter meinem Arbeitsgeber gestanden, hatte immer alles gegeben, war immer da, wenn man mich gebraucht hatte. Krankmeldungen waren für mich ein Fremdwort. Kennst du dieses Gefühl auch?

Andererseits wusste ich, dass die Firma geschlossen werden sollte und ich dann mal locker 50 Kilometer einfach in eine andere Filiale versetzt werden würde und dort auch weniger Geld verdienen sollte.

Da war sie jetzt – meine Chance – mein Leben zu verändern.

Du ahnst es vielleicht, wie ich mich entschieden hatte.

Ich packte all meinen Mut zusammen, obwohl mir mulmig zu Mute war, was wohl die Zukunft für mich so bringen würde.

Ja, ich nahm die Kohle und ging.

Ich traf die beste Entscheidung für mich und meine Familie.

Ich spürte, wie die Last und der Druck von meinen Schultern gefallen war.

Es gibt mir auch heute noch ein gutes Gefühl, dass mein Mann und meine Eltern immer hinter mir und meinen Entscheidungen stehen.

Danach kam ein anderes Unternehmen, namens Agentur für Arbeit 😊, auf das ich so gar keine Lust hatte. Mein Umfeld meinte, ich solle unbedingt meine 18 Monate Arbeitslosengeld vom Staat kassieren.

Nein, so ein Mensch bin ich nicht, denn ich arbeite schon immer sehr gerne. Was andere zu sagen haben höre ich mir an. Meine Erfahrungen haben mir jedoch gezeigt, auf mein eigenes Herz und Bauch zu hören.

Tadaa… meine Entscheidung zur Selbstständigkeit war gefallen.

Du fragst dich jetzt warum? Was war mein Antrieb? Wo wollte ich hin? Was wollte ich erreichen?

Das verrate ich dir hier sehr gerne:

  • ich wollte meine eigene Chefin sein und selbst entscheiden können
  • ich wollte arbeiten, mit wem, wann und wo immer ich will
  • ich wollte mir meine Wünsche / Träume / Ziele erfüllen
  • ich wollte das Geld verdienen, was ich Wert bin
  • ich wollte keine schlaflosen Nächte mehr und Spaß an der Arbeit und am Leben haben
  • ich wollte mehr Zeit für mich, meine Familie und meine Freunde haben
  • ich wollte mein Leben so gestalten, wie ich es verdiene
  • ich wollte sagen, dass ich stolz bin es geschafft zu haben

Nein, ich wusste noch nicht, was ich machen wollte, ich wusste jedoch genau, dass ich meinem Angestelltendasein ein Ende setzen wollte. Raus aus dem Hamsterrad und aufhören für andere zu arbeiten! Unabhängig und frei sein!

Natürlich gibt es im Leben immer Höhen und Tiefen und so auch in der ersten Zeit der Selbstständigkeit, doch bis heute habe ich diesen Schritt nicht bereut. Ich habe fest an mich geglaubt und bin drangeblieben. Seit 2010 habe ich einen Büroservice und unterstütze Unternehmer*innen dabei, ihren Papierkram auf Zack zu bringen.

Vor mittlerweile 2 Jahren habe ich mich entschieden zusätzlich Online 💻 zu arbeiten.

Ich unterstütze Frauen zwischen 40 und 60 dabei selbstständig zu werden.

Wenn du auch mit dem Gedanken spielst, dich selbstständig zu machen, vielleicht sogar schon die ersten Schritte gegangen bist, dann begleite ich dich gerne dabei.

Ich lade dich herzlich dazu ein, unverbindlich mit mir darüber zu sprechen, mir zu erzählen, an welcher Stelle du gerade stehst, was dich beschäftigt, was deine Hürden sind…

Heute kann ich sagen, ich bin stolz, meinen Weg gegangen zu sein und dankbar für alles, was ich in dieser Zeit erfahren und lernen durfte und was ich natürlich auch noch lernen darf. Das spannende am eigenen Business ist, dass das Lernen nie aufhört und es ist so unglaublich, wie großartig man daran wachsen kann.

Ich bin mir sicher – du kannst es schaffen 🙋‍♀️, die Ziele zu erreichen, die du verdienst!

Dein Planungs- und Gründungscoach

MANUELA BLETZER

Der Blogbeitrag hat dir gefallen? Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir einen Kommentar dalässt und den Beitrag teilst. Dafür schenke ich dir meine Checkliste, was es zu erledigen gibt, bevor du dein eigenes Business gründest.

Jetzt deine Checkliste abholen!

Meinen Gründerinnen biete ich in regelmäßigen Abständen Gratisinhalte an. Dort gebe ich Tipps und Anregungen zum Thema „Gründung eines eigenen Business“ an. Es erwarten dich auch Anleitungen zu verschiedenen Business-Tools.

Wenn du die „Gründer- und Office-Impulse“ abonnieren möchtest, dann melde dich jetzt an. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

Gründer- und Office-Impulse - jetzt abonnieren
Marketing von

2 Kommentare

  1. Wow, was für ein gelungener Beitrag. Wenn ich es nicht schon wäre, spätestens jetzt würde ich mich selbständig machen. UND obwohl bereits selbständig macht mir dein Artikel total Mut, weiter dran zu bleiben, weiter an mich zu glauben, weiter auf mein Herz zu hören, dass es richtig ist, was ich tue…auch wenn es so viel länger dauert, als ich es mir gewünscht hätte (und als viele Online Coaches da draußen einen glauben machen wollen…) Ich freu mich schon darauf, wieder von dir zu lesen.

    Antworten
    • Hallo Julia,
      vielen Dank für dein Feedback.
      Es freut mich, dass dir mein Artikel Mut macht.
      Wenn ich etwas für dich tun kann, sag mir Bescheid, ich helfe sehr gerne.
      LG Manuela

      Antworten

Trackbacks/Pingbacks

  1. angestellt-oder-selbstständig-sein? - manuelabletzer.de - […] kann ich sagen, ich bin stolz, meinen Weg gegangen zu […]
Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.