Newsletter
Newsletter-Vorlage, die zu deiner Marke passt
Eine Newsletter-Vorlage ist das Grundgerüst, aus dem du jede E-Mail startest. Sie spart dir vor jedem Versand eine halbe Stunde – und sorgt dafür, dass deine Leserin nach zwei Sekunden weiß, von wem die Mail ist.
Die gute Nachricht für alle, die nicht gestalten mögen: Je schlichter, desto besser. Die aufwendigste Vorlage ist selten die, die am meisten gelesen wird.
Ich zeige dir die sechs Bausteine, die jede Vorlage braucht, und die fünf Fehler, die ich in fast jedem Newsletter sehe.
Was ist eine Newsletter-Vorlage?
Eine Newsletter-Vorlage ist das gespeicherte Grundgerüst deiner E-Mails: Kopfbereich, Schriftgrößen, Farben, Fußzeile. Du legst sie einmal an und startest danach jeden Newsletter daraus, statt jedes Mal von vorn anzufangen.
Der praktische Nutzen ist Zeit. Der eigentliche Nutzen ist Wiedererkennung: Deine Leserin soll nach zwei Sekunden wissen, von wem die Mail ist – auch ohne den Absender zu lesen.
Brauchst du überhaupt ein Design?
Weniger, als du denkst. Eine E-Mail, die aussieht wie ein persönlicher Brief, wird in aller Regel häufiger gelesen als eine, die aussieht wie ein Werbeprospekt.
Dafür gibt es drei nüchterne Gründe:
- Viele Mailprogramme laden Bilder erst nach einem Klick. Wer sein Wichtigstes ins Bild packt, zeigt der Hälfte der Empfängerinnen eine leere Fläche.
- Bilderlastige E-Mails landen häufiger im Werbe-Reiter statt im Posteingang.
- Ein aufwendiges Layout kostet dich vor jedem Versand Zeit – und macht das Schreiben zur Ausnahme statt zur Gewohnheit.
Mein Rat für den Anfang: eine schlichte Vorlage mit deinem Logo oben, deiner Schriftfarbe und einer sauberen Fußzeile. Alles andere ist Text.
Die sechs Bausteine jeder Vorlage
Diese sechs Teile hat jede funktionierende Newsletter-Vorlage – und mehr braucht sie nicht:
- Kopfbereich. Dein Logo oder dein Name. Klein halten, nicht das halbe Bild füllen.
- Anrede. Mit dem Vornamen, wenn du ihn abfragst – und mit einem Ersatzwort für alle, die keinen angegeben haben.
- Textbereich. Eine Spalte, linksbündig, Schriftgröße mindestens 16 Pixel.
- Ein Handlungsaufruf. Als Textlink oder Button, in deiner Hauptfarbe, mit ausreichend Kontrast.
- Grußformel und Signatur. Gern mit einem kleinen Foto von dir – das ist der einzige Bildplatz, der sich fast immer lohnt.
- Fußzeile. Impressum, Link zur Datenschutzerklärung, Abmeldelink. Rechtlich Pflicht – die vollständige Liste steht in Pflichtangaben im Newsletter.
Wie richtest du die Vorlage ein?
In deinem Newsletter-Tool über den Bereich „Vorlagen“ oder „Templates“ – einmal bauen, als Vorlage speichern, danach immer duplizieren.
Die Reihenfolge, die am wenigsten Nerven kostet:
- Eine der schlichtesten mitgelieferten Vorlagen wählen, nicht die schönste.
- Farben eintragen: eine Hauptfarbe für Überschriften und Buttons, eine Textfarbe.
- Schrift wählen – bleib bei den Standardschriften, exotische werden in vielen Mailprogrammen ohnehin ersetzt.
- Fußzeile einmal sauber ausfüllen.
- Als Vorlage speichern und einen Testversand an dich selbst schicken: einmal auf den Rechner, einmal aufs Handy.
Der Test auf dem Handy ist der wichtigere von beiden. Wie die fertigen E-Mails dann aussehen können, zeigen meine fünf Beispiele aus der Praxis. Die Mehrheit deiner Leserinnen öffnet dort.
Die häufigsten Gestaltungsfehler
Diese fünf sehe ich in fast jedem Newsletter, den ich mir ansehe:
- Zu kleine Schrift. Unter 16 Pixel wird auf dem Handy unlesbar. Bei einer Zielgruppe ab fünfundvierzig ist das kein Detail.
- Zwei oder drei Spalten. Auf dem Handy werden sie ohnehin untereinander gestapelt – und dann stimmt die Reihenfolge oft nicht mehr.
- Heller Text auf farbigem Grund. Sieht auf dem Bildschirm gut aus, ist bei schlechtem Licht kaum zu lesen.
- Ein großes Titelbild ganz oben. Es schiebt deinen ersten Satz aus dem sichtbaren Bereich – ausgerechnet den Satz, der zum Weiterlesen bringt.
- Vier Buttons. Wer alles anbietet, bekommt nichts geklickt.
Ein Beispiel aus der Praxis
Eine Kundin hatte sich eine Vorlage bauen lassen, die wirklich schön aussah: großes Titelbild, zwei Spalten, drei Farbflächen, jeder Abschnitt mit eigenem Bild. Ihre Klickrate lag bei knapp einem Prozent.
Wir haben die Vorlage radikal reduziert. Logo klein oben, eine Spalte, keine Titelbilder mehr, nur noch ihr Porträt in der Signatur. Ein einziger Button pro Mail.
Die Klickrate lag im nächsten Versand bei 4,2 Prozent. Der Inhalt war derselbe. Zusätzlich brauchte sie für die Fertigstellung eines Newsletters nur noch etwa halb so lange – und schrieb seitdem regelmäßiger.
Fazit
Eine gute Newsletter-Vorlage fällt nicht auf. Sie sorgt nur dafür, dass dein Text gut lesbar ist, deine Farbe wiedererkannt wird und die Pflichtangaben stimmen.
Bau sie einmal schlicht, teste sie auf dem Handy und lass sie dann in Ruhe. Deine Energie gehört in den Text, nicht ins Layout.
Häufige Fragen zur Newsletter-Vorlage
Brauche ich eine professionell gestaltete Newsletter-Vorlage?
Für den Anfang nicht. Eine schlichte Vorlage mit deinem Logo, deiner Hauptfarbe und einer sauberen Fußzeile reicht völlig. Wichtiger als Gestaltung sind Lesbarkeit auf dem Handy und korrekte Pflichtangaben.
Welche Schriftgröße sollte ein Newsletter haben?
Mindestens 16 Pixel für den Fließtext. Bei einer Zielgruppe ab fünfundvierzig eher 17 oder 18. Kleinere Schrift wirkt auf dem Bildschirm eleganter und wird auf dem Handy schlicht nicht gelesen.
Soll ich Bilder in meinen Newsletter einbauen?
Sparsam. Viele Mailprogramme laden Bilder erst nach einem Klick – wer sein Wichtigstes ins Bild packt, zeigt einem Teil der Empfängerinnen eine leere Fläche. Der Bildplatz, der sich fast immer lohnt, ist ein kleines Porträt in deiner Signatur.
Wie teste ich, ob meine Vorlage funktioniert?
Schick dir vor der ersten echten Kampagne einen Testversand: einmal auf den Rechner, einmal aufs Handy, und wenn möglich in zwei verschiedene Postfächer. Der Handy-Test ist der wichtigere, dort öffnet die Mehrheit.
Du willst deine Vorlage einmal richtig eingerichtet haben – lesbar auf dem Handy, mit korrekter Fußzeile und in deinen Farben?
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Deine Manuela
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