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Newsletter erstellen lassen – wann sich das lohnt
„Newsletter erstellen lassen“ klingt nach: alles abgeben und nie wieder daran denken. So funktioniert es nicht – und wer es so verkauft, verspricht zu viel.
Ein Newsletter besteht aus fünf Arbeitsschritten. Die meisten Solo-Unternehmerinnen geben zwei oder drei davon ab, und die Kunst besteht darin, die richtigen auszuwählen.
Ich zeige dir, welche Schritte sich gut abgeben lassen, welche bei dir bleiben müssen und wie die Zusammenarbeit im Monat konkret aussieht.
Hier geht es also um das Wie. Wenn du noch bei der Frage stehst, ob du überhaupt abgeben solltest, ist Newsletter selbst schreiben oder auslagern? der bessere Einstieg.
Was heißt „Newsletter erstellen lassen“ eigentlich?
Es heißt fast nie: alles abgeben. Ein Newsletter besteht aus fünf Arbeitsschritten, und die meisten Solo-Unternehmerinnen geben zwei oder drei davon ab – nicht alle fünf.
Die fünf Schritte sind:
- Thema finden. Worüber schreibst du diesen Monat?
- Schreiben. Aus dem Thema wird ein Text.
- Bauen. Der Text kommt ins Newsletter-Tool, Betreff, Vorschautext, Links, Test.
- Versenden. Zeitpunkt festlegen, Empfängergruppe wählen, raus damit.
- Auswerten. Wer hat geöffnet, wer geklickt, wer sich abgemeldet – und was folgt daraus.
Wenn du „Newsletter erstellen lassen“ googelst, meinst du in aller Regel Schritt drei bis fünf. Manchmal auch zwei. Schritt eins bleibt fast immer bei dir – und das ist auch richtig so.
Wann lohnt es sich, den Newsletter abzugeben?
Wenn dich einer der fünf Schritte so zuverlässig ausbremst, dass der Newsletter deshalb nicht erscheint. Nicht wenn du keine Lust hast – wenn es tatsächlich hakt.
Diese vier Anzeichen sprechen fürs Abgeben:
- Du hast fertige Texte, die nie rausgehen. Dann ist nicht das Schreiben das Problem, sondern das Bauen und Versenden – der am leichtesten abzugebende Teil.
- Dein letzter Newsletter ist über drei Monate her, obwohl du dir etwas anderes vorgenommen hattest.
- Du verbringst pro Newsletter mehr als vier Stunden. Rechne das mit deinem Stundensatz gegen – meist ist Abgeben dann bereits günstiger.
- Vor jedem Versand hast du Bauchschmerzen, weil du beim Rechtlichen oder der Technik unsicher bist.
Wann du ihn besser selbst schreibst
Wenn dein Newsletter genau davon lebt, dass du persönlich darin vorkommst. Das ist häufiger der Fall, als Dienstleisterinnen zugeben – ich sage es dir trotzdem.
Behalte das Schreiben bei dir, wenn:
- du für deine Haltung bekannt bist und Menschen wegen deiner Sicht auf die Dinge lesen
- dein Angebot Beratung oder Begleitung ist, wo deine Person das Produkt ist
- du noch nicht selbst weißt, wofür dein Newsletter da ist – niemand kann eine Richtung umsetzen, die es nicht gibt
- du gerne schreibst und es nur die Technik ist, die dich aufhält. Dann gib die Technik ab, nicht den Text.
Wenn du beim Rechtlichen unsicher bist, hilft dir oft schon der Artikel zu den Pflichtangaben im Newsletter. Der häufigste Fehler beim Auslagern ist nicht die falsche Dienstleisterin. Es ist, den falschen Teil abzugeben.
Du bist dir bei dieser Frage noch nicht sicher? Dann geh sie in Ruhe durch: In Newsletter selbst schreiben oder auslagern? stehen die Anzeichen, an denen du merkst, dass es zu viel wird – und die, an denen du merkst, dass das Schreiben gut bei dir aufgehoben ist.
Was kannst du abgeben – und was nicht?
Alles außer deinem Fachwissen, deiner Freigabe und der Entscheidung, was du verkaufst.
Gut abzugeben:
- Einrichtung von Tool, Formular und Double Opt-in
- Aufbau der Vorlage und der Automationen
- Rohtext zu fertigem Newsletter machen: kürzen, gliedern, Betreff, Vorschautext
- Einbau, Testversand, Versand
- Auswertung und die Frage, was daraus folgt
Nicht abzugeben:
- Deine Themen. Was du weißt und andere nicht, steckt in deinem Kopf.
- Deine Freigabe. Jede Mail geht in deinem Namen raus. Einmal lesen, bevor sie geht.
- Dein Angebot. Ein Newsletter kann nichts verkaufen, das es nicht gibt.
Wie läuft die Zusammenarbeit ab?
Über ein Verfahren, das dein Wissen aus deinem Kopf holt, ohne dass du dafür schreiben musst. Das ist der Teil, den kaum jemand vorher erklärt – dabei entscheidet er darüber, ob der Newsletter nach dir klingt.
So sieht ein Monat bei mir aus:
- Am Monatsanfang schickst du mir eine Sprachnachricht. Fünf bis zehn Minuten, ungeordnet: Was ist dir begegnet, was fragen deine Kundinnen gerade, was steht an.
- Ich mache daraus einen Entwurf. In deiner Sprache, mit deinen Formulierungen aus der Nachricht.
- Du liest ihn und änderst, was nicht stimmt. Meist sind es zwei, drei Sätze.
- Ich baue, teste und versende.
- Nach zwei Wochen bekommst du drei Zahlen und einen Satz dazu, was ich daraus lese.
Dein Aufwand: rund eine Stunde im Monat. Wer dir weniger verspricht, kennt den Alltag nicht.
Was kostet es, den Newsletter erstellen zu lassen?
Das hängt vor allem daran, wer die Texte schreibt. Schreiben ist der zeitaufwendigste Schritt – wenn du Rohtexte oder Sprachnachrichten lieferst, wird es deutlich günstiger als bei einem Text von Grund auf.
Die vollständige Rechnung inklusive Tool und Nebenkosten steht in Was kostet professionelles E-Mail-Marketing?. Drei Modelle sind üblich:
- Nur Technik und Versand. Du lieferst den fertigen Text, jemand baut und verschickt. Der günstigste Weg.
- Rohtext zu Newsletter. Du lieferst Stichworte oder eine Sprachnachricht, den Rest übernimmt jemand anders. Das gängigste Modell bei Solo-Unternehmerinnen.
- Komplett inklusive Themenfindung. Am aufwendigsten – und am schwierigsten, wenn deine Person im Mittelpunkt steht.
Ein Hinweis zur Einordnung: Für Werbeanzeigen auf den Suchbegriff „newsletter erstellen lassen“ zahlen Anbieter in Deutschland über 80 Euro pro einzelnem Klick. Das sagt dir, wie umkämpft dieser Markt ist – und warum du bei sehr günstigen Angeboten genau prüfen solltest, welche der fünf Arbeitsschritte tatsächlich enthalten sind.
Ein Beispiel aus der Praxis
Eine Steuerberaterin wollte ihren Newsletter komplett abgeben. Sie hatte keine Zeit, sagte sie, und Schreiben sei nicht ihre Stärke.
Wir haben es zunächst so versucht: Ich schrieb, sie gab frei. Nach drei Ausgaben stimmte etwas nicht. Die Texte waren fachlich korrekt und trotzdem austauschbar – sie hätten von jeder Steuerberaterin sein können. Genau das war ihr Problem gewesen, bevor sie zu mir kam.
Also haben wir umgestellt. Sie schickt mir seitdem einmal im Monat eine Sprachnachricht auf dem Weg vom Mandanten zurück ins Büro – fünf Minuten, ungeordnet, mit dem Fall, der sie diese Woche beschäftigt hat. Aus diesen fünf Minuten wird der Newsletter.
Ihr Zeitaufwand ist heute geringer als beim Selberschreiben. Die Texte klingen nach ihr, weil sie ihre Sätze sind. Und die Öffnungsrate liegt seit einem Jahr über fünfzig Prozent.
Fazit
Newsletter erstellen lassen heißt nicht, das Denken abzugeben. Es heißt, den Teil abzugeben, der dich aufhält – und das ist bei den meisten nicht das Denken, sondern die Technik und die Verlässlichkeit.
Wen du dafür suchst, klärst du mit den acht Fragen vor der Beauftragung – und ob es eine Agentur oder eine virtuelle Assistenz sein soll. Prüf aber vorher, an welchem der fünf Schritte es bei dir wirklich hakt. Wer den falschen abgibt, zahlt für etwas, das er gerne selbst gemacht hätte, und macht weiter selbst, was ihn ausbremst.
Häufige Fragen zum Newsletter erstellen lassen
Klingt mein Newsletter dann noch nach mir?
Nur wenn das Verfahren stimmt. Wer nach einem kurzen Briefing frei formuliert, produziert austauschbare Texte. Wer mit deinen eigenen Worten arbeitet – etwa aus einer Sprachnachricht – trifft deinen Ton deutlich besser. Frag im Erstgespräch danach, wie das Wissen aus deinem Kopf geholt werden soll.
Wie viel Zeit muss ich selbst einplanen?
Rechne mit rund einer Stunde im Monat, auch wenn du viel abgibst: Themenimpuls geben, Entwurf lesen, freigeben. Wer dir weniger verspricht, kennt den Alltag nicht – und wird deinen Newsletter am Ende ohne dich schreiben.
Kann ich erst mal nur einen Teil abgeben?
Ja, das ist sogar der übliche Weg. Viele fangen mit Technik und Versand an und behalten das Schreiben. Andere machen es umgekehrt. Beides ist sinnvoll – entscheidend ist, dass du den Schritt abgibst, an dem es bei dir tatsächlich hakt.
Was passiert mit meiner Liste, wenn ich die Zusammenarbeit beende?
Sie bleibt bei dir, sofern das Newsletter-Konto auf deinen Namen läuft und du die Zugangsdaten hast. Kläre das vor Vertragsbeginn und lass es dir schriftlich geben – es ist der wichtigste Punkt überhaupt.
Du willst wissen, welcher der fünf Schritte bei dir am meisten Zeit frisst – und was es kostet, ihn abzugeben?
Auf meiner Angebotsseite stehen die Pakete mit Umfang, Laufzeit und Preisen offen. Du musst dafür kein Gespräch führen und keine Adresse hinterlassen.
Deine Manuela
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